Pixelabstand bei Videowänden: So wählen B2B die richtige Auflösung

Tips zu LED-Wänden
24.0.2.2026
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LED-Wand Pixelabstand bei Videowänden: So wählen B2B die richtige Auflösung

der pixelabstand. dieses eine merkmal entscheidet mehr über den erfolg deiner videowand als fast alles andere. aber wie wählst du ihn richtig? und warum reden alle ständig davon, wenn es doch "nur" um millimeter geht?

lass mich ehrlich mit dir sein: bei kampro sprechen wir täglich mit unternehmen, die ihre videowand vor ort aufstellen, und immer wieder erleben wir die gleiche situation. die entscheidungsträger schauen sich specs an, sehen irgendwelche zahlen wie "p2.5" oder "p1.2", und wissen nicht so richtig, was das im konkreten fall bedeutet. dann wird eine wand gekauft, und plötzlich merkt man: die bildqualität ist aus der geplanten entfernung einfach nicht gut genug. oder man hat unnötig viel geld ausgegeben, weil man einen zu feinen pixelabstand gewählt hat.

dieser artikel ist mein versuch, dich aus diesem dilemma herauszuhelfen. wir schauen uns an, warum der pixelabstand so entscheidend ist, welche varianten es gibt, und wie du für deinen konkreten b2b-einsatzfall die richtige entscheidung triffst.

warum der pixelabstand das wichtigste merkmal ist

stell dir eine led-videowand vor wie ein riesiger punkt-matrix-bildschirm. jeder einzelne led-punkt ist ein pixel. der abstand zwischen diesen pixeln ist der pixelabstand – gemessen in millimetern. und genau hier liegt das herzstück der bildqualität.

wenn du zu dicht von vorne auf eine videowand schaust, deren pixel zu weit auseinander liegen, siehst du das "gitter-phänomen". die einzelnen leuchtpunkte werden sichtbar, das bild wirkt unsauber, fast wie eine diashow statt eines fließenden videos. je näher du der wand stehst, desto deutlicher wird dieses phänomen. umgekehrt: wenn du den pixelabstand zu klein machst, zahlst du deutlich mehr für eine auflösung, die aus der praktischen betrachtungsdistanz gar nicht notwendig ist.

der pixelabstand bestimmt also, aus welcher entfernung die videowand "in ruhe" aussieht. er definiert quasi die minimale betrachtungsdistanz. und genau da setzt der b2b-kontext an: in einer konferenzschaltung brauchst du andere anforderungen als in einem empfangsbereich, wo besucher aus verschiedensten entfernungen auf die wand schauen.

deshalb ist der pixelabstand nicht einfach nur eine spezifikation neben vielen anderen. er ist der primäre qualitätsfaktor, der all deine anderen entscheidungen (bildinhalt, kamera-positionierung, installation) beeinflusst.

b2b use-cases und ihre pixelabstände

lass uns konkret werden. wo werden led-videowände in unternehmen eingesetzt, und was brauchen sie dort?

kontrollraum und leitstand
hier sitzt dein team direkt davor. die leute schauen den ganzen tag auf die wand. entfernung: 1,5 bis 3 meter. hier brauchst du einen feinen pixelabstand, weil die leser direkt nah dran sind. p1.2 oder p1.6 machen hier sinn. warum? weil die augen auf details achten, auf kleine text-elemente, auf feine abstufungen bei grafiken. ein zu grober pixelabstand ist hier psychologisch anstrengend und führt zu ermüdung.

showroom und produktpräsentation
kunden betreten den raum, schauen sich um. die blickweite variiert. da wo sie stehen, sind sie vielleicht 2 bis 5 meter weg. hier passt p2.0 oder p2.5 gut. das bild soll beeindruckend sein, präsenz haben, aber die leute sollen nicht zu nah herangehen müssen, um es als ansprechend wahrzunehmen. für produktpräsentationen mit video und live-inhalten ist das meist ausreichend.

lobbybereich und empfang
gäste kommen herein, die blickweite ist groß. niemand steht direkt davor. entfernungen: 3 bis 8 meter. hier reicht p2.5 bis p3.0 völlig aus. die wand fungiert oft als atmosphärisches element, als blickfang. die bildqualität muss solide sein, aber du brauchst keine millimeter-perfektionismus.

konferenzraum und videoveranstaltungen
teilnehmer sitzen, die meisten im bereich 2 bis 6 meter entfernt. hier sind p2.0 oder p2.5 der sweet spot. text muss lesbar sein, gesichter müssen klar sein. das ist ein klassischer szenario für p2.5, die technisch zuverlässig, bezahlbar und visuell ansprechend ist.

p1.2 gegen p2.5 – die echten unterschiede

jetzt wird's konkret. viele unternehmen stehen vor dieser wahl: investieren wir in p1.2 oder reicht p2.5?

p1.2 kostet etwa 40 bis 60 prozent mehr als p2.5 – das ist nicht wenig. dafür bekommst du aber auch etwas anderes: die pixeldichte ist deutlich höher. wenn du eine wand mit 4 metern breite und 2 metern höhe hast, sind die pixel bei p2.5 deutlich sichtbarer als bei p1.2. aus 2 metern entfernung ist dieser unterschied enorm. aus 5 metern merkt man ihn kaum noch.

deshalb die regel: p1.2 braucht man, wenn man plant, dass leute nah (unter 2 meter) herangehen werden. oder wenn die installation in einem kontrollraum stattfindet, wo die betrachtungsdistanz immer klein ist. p2.5 braucht man, wenn die leute typischerweise 2,5 meter oder weiter weg sind.

eine faustregel: multipliziere den pixelabstand mit dem faktor 500. das gibt dir die ungefähre entfernung in centimetern, ab der das menschliche auge das gitter nicht mehr sieht. p1.2 mal 500 = 600 cm = 6 meter. p2.5 mal 500 = 1250 cm = etwa 12,5 meter. das ist natürlich vereinfacht, aber es gibt dir eine orientierung.

budgetierung und finanzielle strategie

in der praxis ist das budget oft der ausschlaggebende faktor. wie planst du denn richtig?

schritt eins: bestimme deine betrachtungsdistanz. misst tatsächlich aus, wie weit die leute weg sind. schritt zwei: arbeite rückwärts. wenn die entfernung 3 meter ist, landest du bei p2.0 bis p2.5 als optimum. schritt drei: kalkuliere die gesamtfläche.

viele unternehmen machen folgenden fehler: sie schauen auf den quadratmeterpreis und denken, das ist dann bereits die budgetplanung. aber es ist wichtiger, die gesamtauflösung in pixeln zu berechnen. eine wand mit 4m × 2,25m und p2.5 hat eine andere pixelzahl als eine mit den gleichen maßen aber p1.6.

bei p2.5 sind das etwa 1600 × 900 pixel. bei p1.6 sind es etwa 2500 × 1400. siehst du? schon eine deutlich höhere auflösung, was auch treiber-komplexität und kosten erhöht.

unsere erfahrung: für typische b2b-szenarien (konferenz, showroom, lobby) liegt das beste preis-leistungs-verhältnis bei p2.0 und p2.5. hier bekommst du professionelle bildqualität, gute stabilität bei der wartung, und der kostenfaktor ist noch im normalen range.

wenn die entfernung garantiert über 4 meter liegt, dann sogar p3.0. das spart nochmal kosten, ohne dass die bildqualität darunter leidet.

vier led-varianten für verschiedene anforderungen

beim pixelabstand sprechen wir meist über das grundkonzept. aber es gibt auch verschiedene led-typ-kombinationen, die mit unterschiedlichen pixelabständen arbeiten.

smd (surface mounted devices)
das ist die klassische variante. klein, zuverlässig, bis herunter zu p1.2 verfügbar. bestens geeignet für innenräume. heller, moderner standard.

cob (chip on board)
neuere technologie mit noch besserer auflösung in feinen pixelabständen. p1.0 und darunter sind hier möglich. mehr kosten, aber auch noch bessere bildqualität und langlebigkeit. für premium-installationen im indoor-bereich.

dip (dual in-line package)
ältere technologie, heute weniger verbreitet. aber noch immer robust und für außeninstallationen oder großräume interessant, wo pixelabstände von p4 bis p10 völlig ausreichend sind.

mini-led (mini leds in dualem aufbau)
das is die neueste kategorie. extrem hohe auflösung, minimale pixelabstände, aber auch entsprechend kostspielig. erst ab "true 4k" oder sehr nahbetrachtung wirklich notwendig.

für b2b-standardfälle werden smd und cob heute bevorzugt. sie bieten das beste verhältnis aus kosten, wartbarkeit, bildqualität und verfügbarkeit.

pixelzahl berechnen – so geht's richtig

jetzt noch die praktische rechnung. du brauchst eine videowand von 5 metern breite und 3 metern höhe. pixelabstand soll p2.5 sein. wie viele pixel hast du insgesamt?

5 meter = 5000 millimeter geteilt durch 2,5mm = 2000 pixel breite. 3 meter = 3000 millimeter geteilt durch 2,5mm = 1200 pixel höhe. zusammen: 2000 × 1200 = 2.400.000 pixel insgesamt.

das ist wichtig, denn das bestimmt deine videoquelle, deine rechenleistung beim player, und deine bandbreite wenn du streaming betreibst. und es beeinflusst die kühlungsanforderungen bei der installation.

je feiner der pixelabstand, desto mehr pixel hast du, desto höhere anforderungen an die gesamtanlage. deshalb nochmal: nicht automatisch das feinste, was technisch machbar ist, sondern das, was deine use-case wirklich braucht.

integration in bestehende av-systeme

du hast wahrscheinlich schon einen av-receiver, einen mediaserver, vielleicht sogar ein komplettes kontrollsystem im einsatz. wie integrierst du die videowand sinnvoll?

hier spielen pixelabstand und auflösung wieder ineinander. wenn dein system hdmi über lange kabel verteilt, musst du bei p1.2-installationen mit 4k-content rechnen. das ist aufwändig. bei p2.5 reicht oft full hd oder 2k völlig aus. das ist einfacher zu handhaben, stabilere signale, weniger teure hardware.

die integration bedeutet auch: abstimmung der update-frequenz, synchronisation mit soundsystemen, steuerung über deine bestehende middle-ware. all das wird einfacher, wenn du einen pixelabstand wählst, der deinem system entspricht – nicht umgekehrt.

viele der videowände, die kampro installiert, sind am ende nicht gescheitert, weil die bildqualität schlecht war, sondern weil die integration mit dem bestehenden av-netz nicht von anfang an durchdacht war. und der pixelabstand (und damit die auflösung) ist hier ein kritischer faktor in dieser rechnung.

unsere empfehlung für deinen einsatzfall

wenn du jetzt fragst: okay, aber welcher pixelabstand ist jetzt für mich richtig?

hier meine praktische checkliste:

entfernung unter 2 meter? p1.2 oder p1.6.

entfernung 2 bis 4 meter? p2.0 oder p2.5.

entfernung über 4 meter? p2.5 bis p3.0.

budget sehr begrenzt? p3.0, wenn die entfernungen es zulassen.

premium-lösung gewünscht? p1.2 mit cob-technologie.

langzeitstabilität wichtig? p2.5 mit smd oder cob, bewährter standard.

und wenn du mehr erfahren möchtest über budgetplanung: lies unseren ausführlichen artikel zur kostenkalkulation und budgetplanung. oder wenn du konkret einen besprechungsraum einrichten möchtest, schau dir unseren guide zur planung von videowänden im meetingraum an.

für showrooms und empfangsbereiche haben wir auch einen speziellen leitfaden zu b2b-einsätzen in verschiedenen unternehmensräumen.

und wenn du allgemein mehr über das thema pixelabstand wissen möchtest, klick einfach auf unseren artikel zum pixel pitch explained.

für konkrete produkte: wir haben die unilumin umini w als beispiel einer modernen lösung mit verschiedenen pixelabstand-optionen. je nachdem, welcher pixelabstand für deinen einsatzfall richtig ist, kannst du diese lösung in p2.0 oder p2.5 konfigurieren.

und wenn du noch mehr über videowände allgemein erfahren möchtest, besuche unsere seite zum kauf von led-videowänden. dort findest du alle relevanten informationen für deine entscheidung.

pixelabstand zu wählen ist nicht raketenwissenschaft. aber es ist die eine entscheidung, die mehr über erfolg oder misserfolg deiner videowand bestimmt als jede andere. nimm dir die zeit, die entfernung auszumessen, rechne dann rückwärts, und wähle basierend auf deinem echten b2b-szenario – nicht auf dem, das ein verkäufer gerne hätte.

Quellen und Hinweise

Ob LED Wand für den Empfangsbereich oder eine große Outdoor-Installation – der richtige Pixelabstand entscheidet über die Bildqualität. Ob LED-Wall oder LED-Wand – der richtige Pixelabstand macht den Unterschied. Eine LED Wall bietet hier die optimale Lösung.

diesen artikel haben wir aus jahrelanger erfahrung mit b2b-installationen geschrieben. wenn du fragen hast oder eine konkrete beratung brauchst, nimm kontakt zu kampro auf. wir helfen dir, die richtige entscheidung zu treffen.

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Kampro

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LED-Wand Pixelabstand bei Videowänden: So wählen B2B die richtige Auflösung

der pixelabstand. dieses eine merkmal entscheidet mehr über den erfolg deiner videowand als fast alles andere. aber wie wählst du ihn richtig? und warum reden alle ständig davon, wenn es doch "nur" um millimeter geht?

lass mich ehrlich mit dir sein: bei kampro sprechen wir täglich mit unternehmen, die ihre videowand vor ort aufstellen, und immer wieder erleben wir die gleiche situation. die entscheidungsträger schauen sich specs an, sehen irgendwelche zahlen wie "p2.5" oder "p1.2", und wissen nicht so richtig, was das im konkreten fall bedeutet. dann wird eine wand gekauft, und plötzlich merkt man: die bildqualität ist aus der geplanten entfernung einfach nicht gut genug. oder man hat unnötig viel geld ausgegeben, weil man einen zu feinen pixelabstand gewählt hat.

dieser artikel ist mein versuch, dich aus diesem dilemma herauszuhelfen. wir schauen uns an, warum der pixelabstand so entscheidend ist, welche varianten es gibt, und wie du für deinen konkreten b2b-einsatzfall die richtige entscheidung triffst.

warum der pixelabstand das wichtigste merkmal ist

stell dir eine led-videowand vor wie ein riesiger punkt-matrix-bildschirm. jeder einzelne led-punkt ist ein pixel. der abstand zwischen diesen pixeln ist der pixelabstand – gemessen in millimetern. und genau hier liegt das herzstück der bildqualität.

wenn du zu dicht von vorne auf eine videowand schaust, deren pixel zu weit auseinander liegen, siehst du das "gitter-phänomen". die einzelnen leuchtpunkte werden sichtbar, das bild wirkt unsauber, fast wie eine diashow statt eines fließenden videos. je näher du der wand stehst, desto deutlicher wird dieses phänomen. umgekehrt: wenn du den pixelabstand zu klein machst, zahlst du deutlich mehr für eine auflösung, die aus der praktischen betrachtungsdistanz gar nicht notwendig ist.

der pixelabstand bestimmt also, aus welcher entfernung die videowand "in ruhe" aussieht. er definiert quasi die minimale betrachtungsdistanz. und genau da setzt der b2b-kontext an: in einer konferenzschaltung brauchst du andere anforderungen als in einem empfangsbereich, wo besucher aus verschiedensten entfernungen auf die wand schauen.

deshalb ist der pixelabstand nicht einfach nur eine spezifikation neben vielen anderen. er ist der primäre qualitätsfaktor, der all deine anderen entscheidungen (bildinhalt, kamera-positionierung, installation) beeinflusst.

b2b use-cases und ihre pixelabstände

lass uns konkret werden. wo werden led-videowände in unternehmen eingesetzt, und was brauchen sie dort?

kontrollraum und leitstand
hier sitzt dein team direkt davor. die leute schauen den ganzen tag auf die wand. entfernung: 1,5 bis 3 meter. hier brauchst du einen feinen pixelabstand, weil die leser direkt nah dran sind. p1.2 oder p1.6 machen hier sinn. warum? weil die augen auf details achten, auf kleine text-elemente, auf feine abstufungen bei grafiken. ein zu grober pixelabstand ist hier psychologisch anstrengend und führt zu ermüdung.

showroom und produktpräsentation
kunden betreten den raum, schauen sich um. die blickweite variiert. da wo sie stehen, sind sie vielleicht 2 bis 5 meter weg. hier passt p2.0 oder p2.5 gut. das bild soll beeindruckend sein, präsenz haben, aber die leute sollen nicht zu nah herangehen müssen, um es als ansprechend wahrzunehmen. für produktpräsentationen mit video und live-inhalten ist das meist ausreichend.

lobbybereich und empfang
gäste kommen herein, die blickweite ist groß. niemand steht direkt davor. entfernungen: 3 bis 8 meter. hier reicht p2.5 bis p3.0 völlig aus. die wand fungiert oft als atmosphärisches element, als blickfang. die bildqualität muss solide sein, aber du brauchst keine millimeter-perfektionismus.

konferenzraum und videoveranstaltungen
teilnehmer sitzen, die meisten im bereich 2 bis 6 meter entfernt. hier sind p2.0 oder p2.5 der sweet spot. text muss lesbar sein, gesichter müssen klar sein. das ist ein klassischer szenario für p2.5, die technisch zuverlässig, bezahlbar und visuell ansprechend ist.

p1.2 gegen p2.5 – die echten unterschiede

jetzt wird's konkret. viele unternehmen stehen vor dieser wahl: investieren wir in p1.2 oder reicht p2.5?

p1.2 kostet etwa 40 bis 60 prozent mehr als p2.5 – das ist nicht wenig. dafür bekommst du aber auch etwas anderes: die pixeldichte ist deutlich höher. wenn du eine wand mit 4 metern breite und 2 metern höhe hast, sind die pixel bei p2.5 deutlich sichtbarer als bei p1.2. aus 2 metern entfernung ist dieser unterschied enorm. aus 5 metern merkt man ihn kaum noch.

deshalb die regel: p1.2 braucht man, wenn man plant, dass leute nah (unter 2 meter) herangehen werden. oder wenn die installation in einem kontrollraum stattfindet, wo die betrachtungsdistanz immer klein ist. p2.5 braucht man, wenn die leute typischerweise 2,5 meter oder weiter weg sind.

eine faustregel: multipliziere den pixelabstand mit dem faktor 500. das gibt dir die ungefähre entfernung in centimetern, ab der das menschliche auge das gitter nicht mehr sieht. p1.2 mal 500 = 600 cm = 6 meter. p2.5 mal 500 = 1250 cm = etwa 12,5 meter. das ist natürlich vereinfacht, aber es gibt dir eine orientierung.

budgetierung und finanzielle strategie

in der praxis ist das budget oft der ausschlaggebende faktor. wie planst du denn richtig?

schritt eins: bestimme deine betrachtungsdistanz. misst tatsächlich aus, wie weit die leute weg sind. schritt zwei: arbeite rückwärts. wenn die entfernung 3 meter ist, landest du bei p2.0 bis p2.5 als optimum. schritt drei: kalkuliere die gesamtfläche.

viele unternehmen machen folgenden fehler: sie schauen auf den quadratmeterpreis und denken, das ist dann bereits die budgetplanung. aber es ist wichtiger, die gesamtauflösung in pixeln zu berechnen. eine wand mit 4m × 2,25m und p2.5 hat eine andere pixelzahl als eine mit den gleichen maßen aber p1.6.

bei p2.5 sind das etwa 1600 × 900 pixel. bei p1.6 sind es etwa 2500 × 1400. siehst du? schon eine deutlich höhere auflösung, was auch treiber-komplexität und kosten erhöht.

unsere erfahrung: für typische b2b-szenarien (konferenz, showroom, lobby) liegt das beste preis-leistungs-verhältnis bei p2.0 und p2.5. hier bekommst du professionelle bildqualität, gute stabilität bei der wartung, und der kostenfaktor ist noch im normalen range.

wenn die entfernung garantiert über 4 meter liegt, dann sogar p3.0. das spart nochmal kosten, ohne dass die bildqualität darunter leidet.

vier led-varianten für verschiedene anforderungen

beim pixelabstand sprechen wir meist über das grundkonzept. aber es gibt auch verschiedene led-typ-kombinationen, die mit unterschiedlichen pixelabständen arbeiten.

smd (surface mounted devices)
das ist die klassische variante. klein, zuverlässig, bis herunter zu p1.2 verfügbar. bestens geeignet für innenräume. heller, moderner standard.

cob (chip on board)
neuere technologie mit noch besserer auflösung in feinen pixelabständen. p1.0 und darunter sind hier möglich. mehr kosten, aber auch noch bessere bildqualität und langlebigkeit. für premium-installationen im indoor-bereich.

dip (dual in-line package)
ältere technologie, heute weniger verbreitet. aber noch immer robust und für außeninstallationen oder großräume interessant, wo pixelabstände von p4 bis p10 völlig ausreichend sind.

mini-led (mini leds in dualem aufbau)
das is die neueste kategorie. extrem hohe auflösung, minimale pixelabstände, aber auch entsprechend kostspielig. erst ab "true 4k" oder sehr nahbetrachtung wirklich notwendig.

für b2b-standardfälle werden smd und cob heute bevorzugt. sie bieten das beste verhältnis aus kosten, wartbarkeit, bildqualität und verfügbarkeit.

pixelzahl berechnen – so geht's richtig

jetzt noch die praktische rechnung. du brauchst eine videowand von 5 metern breite und 3 metern höhe. pixelabstand soll p2.5 sein. wie viele pixel hast du insgesamt?

5 meter = 5000 millimeter geteilt durch 2,5mm = 2000 pixel breite. 3 meter = 3000 millimeter geteilt durch 2,5mm = 1200 pixel höhe. zusammen: 2000 × 1200 = 2.400.000 pixel insgesamt.

das ist wichtig, denn das bestimmt deine videoquelle, deine rechenleistung beim player, und deine bandbreite wenn du streaming betreibst. und es beeinflusst die kühlungsanforderungen bei der installation.

je feiner der pixelabstand, desto mehr pixel hast du, desto höhere anforderungen an die gesamtanlage. deshalb nochmal: nicht automatisch das feinste, was technisch machbar ist, sondern das, was deine use-case wirklich braucht.

integration in bestehende av-systeme

du hast wahrscheinlich schon einen av-receiver, einen mediaserver, vielleicht sogar ein komplettes kontrollsystem im einsatz. wie integrierst du die videowand sinnvoll?

hier spielen pixelabstand und auflösung wieder ineinander. wenn dein system hdmi über lange kabel verteilt, musst du bei p1.2-installationen mit 4k-content rechnen. das ist aufwändig. bei p2.5 reicht oft full hd oder 2k völlig aus. das ist einfacher zu handhaben, stabilere signale, weniger teure hardware.

die integration bedeutet auch: abstimmung der update-frequenz, synchronisation mit soundsystemen, steuerung über deine bestehende middle-ware. all das wird einfacher, wenn du einen pixelabstand wählst, der deinem system entspricht – nicht umgekehrt.

viele der videowände, die kampro installiert, sind am ende nicht gescheitert, weil die bildqualität schlecht war, sondern weil die integration mit dem bestehenden av-netz nicht von anfang an durchdacht war. und der pixelabstand (und damit die auflösung) ist hier ein kritischer faktor in dieser rechnung.

unsere empfehlung für deinen einsatzfall

wenn du jetzt fragst: okay, aber welcher pixelabstand ist jetzt für mich richtig?

hier meine praktische checkliste:

entfernung unter 2 meter? p1.2 oder p1.6.

entfernung 2 bis 4 meter? p2.0 oder p2.5.

entfernung über 4 meter? p2.5 bis p3.0.

budget sehr begrenzt? p3.0, wenn die entfernungen es zulassen.

premium-lösung gewünscht? p1.2 mit cob-technologie.

langzeitstabilität wichtig? p2.5 mit smd oder cob, bewährter standard.

und wenn du mehr erfahren möchtest über budgetplanung: lies unseren ausführlichen artikel zur kostenkalkulation und budgetplanung. oder wenn du konkret einen besprechungsraum einrichten möchtest, schau dir unseren guide zur planung von videowänden im meetingraum an.

für showrooms und empfangsbereiche haben wir auch einen speziellen leitfaden zu b2b-einsätzen in verschiedenen unternehmensräumen.

und wenn du allgemein mehr über das thema pixelabstand wissen möchtest, klick einfach auf unseren artikel zum pixel pitch explained.

für konkrete produkte: wir haben die unilumin umini w als beispiel einer modernen lösung mit verschiedenen pixelabstand-optionen. je nachdem, welcher pixelabstand für deinen einsatzfall richtig ist, kannst du diese lösung in p2.0 oder p2.5 konfigurieren.

und wenn du noch mehr über videowände allgemein erfahren möchtest, besuche unsere seite zum kauf von led-videowänden. dort findest du alle relevanten informationen für deine entscheidung.

pixelabstand zu wählen ist nicht raketenwissenschaft. aber es ist die eine entscheidung, die mehr über erfolg oder misserfolg deiner videowand bestimmt als jede andere. nimm dir die zeit, die entfernung auszumessen, rechne dann rückwärts, und wähle basierend auf deinem echten b2b-szenario – nicht auf dem, das ein verkäufer gerne hätte.

Quellen und Hinweise

Ob LED Wand für den Empfangsbereich oder eine große Outdoor-Installation – der richtige Pixelabstand entscheidet über die Bildqualität. Ob LED-Wall oder LED-Wand – der richtige Pixelabstand macht den Unterschied. Eine LED Wall bietet hier die optimale Lösung.

diesen artikel haben wir aus jahrelanger erfahrung mit b2b-installationen geschrieben. wenn du fragen hast oder eine konkrete beratung brauchst, nimm kontakt zu kampro auf. wir helfen dir, die richtige entscheidung zu treffen.

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Kampro

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